Jüdische Ideen
Ein
paar Ideen zum jüdischen Religionsunterricht
Eine grundsätzliche Frage schwebt bei der
Wahl zum Religionsunterricht immer im Raum.
"
Warum sollte ich den jüdischen Religionsunterricht besuchen
???"
Diese Frage kann mit einem bekannten
Ausspruch von Cesar beantwortet werden.
„Ich kam, ich sah, ich siegte“
Abendlicher Vortrag bei dem Berliner Rabbiner Ehrenberg
Zuhause
Ich kam: (Vergangenheit)
Jede Kultur und jedes Volk hat eine
Geschichte, aus welcher Ihre
Identität hervorgeht. Die Italiener z.B. auf das große Römische
Reich und ihre Kaiser.
Die Juden und das Judentum haben, wie alle
andere Völker auch ,eine Geschichte, deren Kenntnis für ihre
Identität sehr wichtig ist.
Darüber hinaus hat
das jüdische Volk ein Vermächtnis
,dessen Beginn in der Frühzeit der Weltgeschichte liegt.
Dieses besondere Erbe ist die Auserwählung der Juden am Berg
Sinai durch den Erschaffer der Welt. Folglich muss die jüdische
Vergangenheit nicht nur ein weiteres Kapitel in der
Weltgeschichte sein, sondern vielmehr eine Verbindung aus
Kenntnis, Bewusstsein und Überzeugung.
Ich sah: ( Gegenwart)
Die Gegenwart stellt an das Judentum und an
die Juden schwere und komplexe Fragen, die nur durch ausgewogene
Überlegung und Argumentation gelöst werden können. Dieses
kann aber nur mit einer entsprechenden Bildung erzielt werden.
Jeder Jude ,ob religiös oder nicht, muss sich früher oder später
mit seiner jüdischen Identität und seiner Umwelt auseinander
setzten. Das SEHEN ist somit ein wichtiger Bestandteil
der Persönlichkeitsbildung in der Gegenwart. Das Sehen hängt
aber mit einem Mindestkenntnis seiner eigener Herkunft ab. Je
mehr man weiß, desto klarer kann man sehen.
Ich siegte : (Zukunft)
Der Sieg, der in diesem Kontext gemeint ist,
bezieht sich nicht als Sieg über andere Personen, sondern als
Sieg über das Abtauchen in die Konformität und Anpassung. Das
Ziel der Juden in der Zerstreuung sollte eine Integration in der
Gesellschaft unter Beibehaltung der jüdischen Geistes- und
Lebenswelt sein.
Der in der Schule angebotene Ethikunterricht
ist im Licht des Erklärten nur sehr bedingt anwendbar auf jüdische
Schüler.
Jüdischer Religionsunterricht stellt sich
aus den drei Komponenten zusammen : Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft . Die Verbindung dieser drei Komponenten soll das jüdische
Bewusstsein und Wissen stärken, um in der heutigen Gesellschaft
das wichtige Erbe forttragen zu können. Jüdische Ethik,
Geschichte, Religion und das Streben nach bewussten jüdischen
Leben sind die Richtlinien des Unterrichts an der
Religionsschule der IRGW.
Liebe Schüler/innen und zukünftige Schüler/innen:
Wir haben eine wichtige und nicht leichte Aufgabe zu bewältigen,
aber zusammen werden wir es schaffen.
Wir freuen uns auf Euch !!!!!!!!!